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12. Oktober 1806
Jena: Auf den Ziegenhainer
Höhen, in Wöllnitz, Burgau, Lobeda, Winzerla und Ammerbach sowie vor
der Camsdorfer Brücke ist die Nachtut der preußisch-sächsischen Truppen
stationiert. Es kommt zu Kampfhandlungen mit den anrückenden Franzosen.
Es gibt Tote und Verwundete auf beiden Seiten.
13. Oktober 1806
Jena: Am Vormittag wird die Stadt von
französischen Truppen besetzt.
NAPOLEON trifft gegen 16 Uhr in Jena ein.
Er reitet am Nachmittag: über den Apoldaer Steiger hinauf zum
Windknollen - er vermutet auf dem Jenaer Hochplateau die preußische
Hauptarmee, sichtet aber lediglich die preußische Heeresgruppe des
Generals von HOHENLOHE-INGELFINGEN.Noch in der Nacht marschieren die
französischen Korps SOULT, NEY und AUGERAU auf. Im Morgengrauen des 14.
Oktober stehen sich bei Jena auf einer Fläche von sechs mal zwölf
Kilometern etwa 150.000 Soldaten gegenüber, von denen jedoch nur 55.000
Franzosen und 53.000 Preußen und Sachsen in die Kampfhandlungen
eingriffen.Auerstedt: Feldmarschall Herzog von
BRAUNSCHWEIG erreicht mit der preußischen Hauptarmee am Nachmittag die
Gemarkung von Auerstedt. Sein strategischer Plan: bei Freiburg, die
Unstrut überqueren und den französischen Angriff in nördlicher Richtung
erwarten.
14. Oktober 1806
Jena - früher Morgen:
Gegen 6 Uhr eröffnet Marschall LANNES mit
dem V. Korps zwischen Lützeroda und Closewitz die Bataille. Die
preußisch-sächsischen Truppen unter General TAUENTZIEN leisten drei
Stunden lang tapferen Widerstand.
Auerstedt - am Morgen:
Gegen 6 Uhr marschiert die preußische
Hauptarmee von Rannstedt über Auerstedt in Richtung Gernstedt und
Taugwitz. Das III. französische Korps unter Marschall DAVOUT attackiert
- das Korps kommt aus Naumburg und sollte die bei Jena vermutete
preußische Hauptarmee von der Flanke her angreifen. Aus dem
Begegnungsgefecht entwickelt sich die entscheidende Schlacht bei
Auerstedt und Hassenhausen.
Jena - am Vormittag:
Gegen 10 Uhr treffen zwischen Rödigen und
Lehesten General HOLTZENDORFF und Marschall SOULT
aufeinander. HOLTZENDORFF, ohnehin schon in
Unterzahl, weicht auf Apolda zurück. SOULT marschiert nach
Vierzehnheiligen. Dort findet das entscheidende Treffen der Schlacht von
Jena statt. Vierzehnheiligen brennt, die Preußen werden nach heftiger
Gegenwehr geschlagen.
Auerstedt - am Vormittag:
Der Herzog von BRAUNSCHWEIG wird tödlich
verwundet, FRIEDRICH WILHELM III. KÖNIG von PREUSSEN - ernennt keinen
neuen Oberbefehlshaber. Die preußisch-sächsischen Reihen wanken, sind
schlecht organisiert, ihre Reserven erreichen das Schlachtfeld
verspätet. Unter den wuchtigen Schlägen des Marschall DAVOUT erlahmt der
preußische Widerstand.
Jena - am
Mittag:
Fürst HOHENLOHE-INGELFINGEN flieht mit
den Resten seiner geschlagenen Truppen in Richtung Weimar und trifft bei
Kapellendorf auf die mit 12.000 Mann intakte Gruppe des General Rüchel.
Am Sperlingsberg erliegt auch diese Gruppe dem Sturmlauf der
französischen Korps.
Auerstedt:
KÖNIG FRIEDRICH
WILHELM III. weigert sich, am Mittag die 18.000 Mann starke Reserve
unter General von KALCKREUTH in die Schlacht zu führen. Das Schicksal
der preußischen Armee ist besiegelt.Jena und Auerstedt - PREUSSEN und
SACHSEN fliehen panisch vom SCHLACHTFELD. Die siegreichen Franzosen
plündern und marodieren. NAPOLEON begibt sich nach Jena.Von den etwa 300.000 an der Schlacht
beteiligten deutschen und französischen Soldaten werden 40.000 nicht an
den heimatlichen Herd zurückkehren - Noch mehrere Wochen wird es dauern, bis
die Greul des Krieges auf Thüringer Hügeln - zwischen Weimar, Jena und
Naumburg - von den Feldern verschwinden. Die Erinnerung an das Greul
aber bleibt über Generationen hinweg .
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